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Unser Leistungsspektrum im Überblick: Rehabilitation, Nachsorge, Prävention

Im Leistungsschwerpunkt umfasst unser Angebot neben stationären und ganztägig ambulanten Rehabilitationsmaßnahmen auch ein ambulantes Stabilisierungsprogramm (ASP/IRENA), dem als Nachsorgeangebot zur stationären Reha eine ergänzende Funktion zukommt. Mit den „Gesundheitswochen“ erreichen wir zudem auch Menschen, die ohne spezifische Krankheitsindikation gesundheitliche Vorsorge und Erholung im Glottertal miteinander verbinden wollen.

In unseren drei Kompetenzfeldern Psychosomatik, Psychotherapie und Innere Medizin bieten wir umfassende, störungsspezifische Rehabilitationskonzepte an. Dabei beruht unser therapeutischer Ansatz auf einem bio-psycho-sozialen Konzept. Dieser Ansatz berücksichtigt die schlichte Erkenntnis, dass körperliche und seelische Lebensvorgänge untrennbar miteinander verbunden sind. Bio-psycho-soziale Medizin erforscht und behandelt die vielfältigen und lebendigen Wechselwirkungen zwischen körperlichen, seelischen und sozialen Lebens- und Krankheitsaspekten.

Psychosomatische Medizin bedeutet vor allem eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Patienten. Hiermit stellen wir einer weitläufig praktizierten dualistischen Aufteilung in „Körpermedizin ohne Seele“ (somatische Medizin) und „Seelenmedizin ohne Körper“ (Psychotherapie), ein interaktives Therapiekonzept entgegen. Wichtigstes Therapieziel ist dabei die Förderung der Autonomie der Patienten durch Aktivierung ihrer eigenen Lebens- und Bewältigungsressourcen, der Selbstheilungskräfte und Selbsthilfemöglichkeiten.

Indikationen für Rehabilitation

  • Patienten mit chronischen internistischen Erkrankungen, bei denen psychosoziale Faktoren für die Genese, Verarbeitung und den Verlauf relevant sind (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Asthma bronchiale und andere Atemwegserkrankungen, Diabetes mellitus)
  • Patienten mit Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimie, Binge eating disorder, Adipositas)
  • Patienten mit funktionellen Störungen (somatoforme Störungen / Somatisierungsstörungen unterschiedlicher Organmanifestationen sowie Tinnitus)
  • Patienten mit chronischen Schmerzsyndromen (chronische Wirbelsäulensyndrome, Migräne, Spannungskopfschmerz, Analgetika-Kopfschmerz, Fibromyalgie)
  • Patienten mit Angsterkrankungen, Depressionen, Zwängen und Persönlichkeitsstörungen, insbesondere Borderline-Störungen
  • Patienten mit Belastungsreaktionen, posttraumatischen Anpassungsstörungen (andauernde Ängste – Depressionen nach einschneidenden Ereignissen wie Unfällen, Katastrophen, Todesfällen oder bei Reifungskrisen) und mit Mobbing-Erfahrung
  • Patienten mit Missbrauch von Alkohol, Medikamenten oder Nikotin, in Verbindung mit psychischen und internistischen Erkrankungen

 
Nicht behandelt werden können Patienten mit folgenden gesundheitlichen Problemen

  • Akute Suizidalität
  • Akute Psychose
  • Gravierende hirnorganische Schädigung
  • Intelligenzminderung mit gravierender Beeinträchtigung der kognitiven und emotionalen Einsicht und Introspektionsfähigkeit
  • Stoffgebundene Abhängigkeit
  • Pflegebedürftigkeit
  • chronifizierte psychiatrische Erkrankung bei fehlender sozialer Integration

Klinikkonzept