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MBOR

Stark für den Beruf

Ziel jeder Rehabilitationsmaßnahme ist, dass Betroffene lernen, mit ihrer Erkrankung und/oder Behinderung zu leben. Fragen, die viele Berufstätige umtreibt, sind: Wie geht es weiter an meinem Arbeitsplatz? Kann ich meinen Beruf noch immer ausüben, was muss ich dafür tun?

MBOR (Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation) ist ein Programm, das genau hier ansetzt. Die Basismaßnahmen der MBOR stehen allen erwerbstätigen Rehabilitanden zur Verfügung. 

Besondere berufliche Problemlagen können entstehen, wenn es aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen auch zu Veränderungen der Leistungsfähigkeit kommt und diese sich auf den Arbeitsplatz auswirken. In manchen Fällen bestehen vielleicht auch schon lange anhaltende Konflikte am Arbeitsplatz, oder es kam schon zu längeren krankheitsbedingten Ausfallzeiten. In diesen Fällen werden - ausgehend von der individuellen beruflichen Situation - möglichst passgenaue Angebote zusammengestellt, um den krankheitsbedingten Einschränkungen entgegenzuwirken und die berufliche Leistungsfähigkeit zu stärken.

Gemeinsam mit Ihnen werden arbeits- und berufsbezogene Themen besprochen und wir unterstützen Sie bei der Entwicklung einer Perspektive für die berufliche Reintegration - Schritt für Schritt. 

Es wird besprochen, welche Erfordernisse beispielsweise in rücken- und gelenkbelastenden Berufen bestehen, wie beruflich-soziale Probleme entschärft und Stressauslöser vermindert werden können. Bestenfalls lassen sich Betroffene durch das Programm im Erwerbsleben halten oder dauerhaft in ihren Beruf wiedereingliedern.

  • Mehr zu MBOR in der Rehaklinik Glotterbad

    Das MBOR-Konzept in der Rehaklinik Glotterbad ist eingebettet in den ganz normalen Rehaablauf und lässt sich in drei Schritten beschreiben:

    Erstens - wir thematisieren das Problem frühzeitig: Mit Hilfe der Informationen aus den ausführlichen Aufnahmegesprächen, von Screening-Verfahren und berufsbezogener Diagnostik versuchen wir, möglichst schnell zu erkennen, ob eine besondere berufliche Problemlage besteht.

    Zweitens - wir legen gemeinsam mit Ihnen Ziele für die Reha und die dazu passenden Maßnahmen fest.
    Zu diesen können z.B. gehören:

    • Sozial- und Rehaberatung: Beratung zu beruflichen Rehamaßnahmen, betrieblichen Handlungsmöglichkeiten, beruflicher Wiedereingliederung etc.
    • Berufscoaching bei Fragen zu beruflicher Neuorientierung, Bewerbung etc.
    • arbeitsbezogene Stressbewältigung
    • Arbeitsplatzkonfliktgruppe
    • Konzentrationstraining
    • arbeitsorientierte Physiotherapie
    • Konfliktcoaching
    • Belastungserprobung
    • und vieles mehr

    Drittens - wir besprechen mit Ihnen, wie es nach der Reha weitergeht: Welche Schritte stehen an? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Wer sind Ihre Ansprechpartner? Wenn möglich, leiten wir bestimmte Maßnahmen bereits ein (z.B. eine stufenweise Wiedereingliederung), oder unterstützen Sie bei der Antragstellung auf weiterführende Maßnahmen (z.B. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben).

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„Betroffene sollten bei der Anreise Unterlagen zur konkreten beruflichen Tätigkeit und Kontaktdaten zum Arbeitgeber bzw. Betriebsarzt mitbringen. Das hilft uns, das Therapieangebot passend zu gestalten.“

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